Bäume an der Reformationskirche - traditioneller Kirchplatz ade ?

Bäume gehören zu jedem Kirchplatz, das meint die Hildener Ortsgruppe des BUND . Der Kirchplatz der Reformationskirche reicht bis an den "Alten Markt" in der City Hildens heran.
Die Stadtverwaltung hat einen Plan erabeitet, nach dem die beiden Linden auf dem Kirchplatz einer Neugesstaltung weichen sollen. Dabei sollen die beiden Linden einem Dreieck aus "Stadtbäumen", wie sie allgemein aus der Mittelstraße bekannt sind, ersetzt werden.
Noch ist das nicht entschieden und die Bürgerinnen und Bürger sind zu diesem Entwurf noch gar nicht gefragt worden. Sagen Sie Ihre Meinung zu der Planung

Große Linde an der Reformationskirche
Der Blick durch die Linden läßt die Kirche noch ehrwürdiger erstrahlen

 

Zur Umgestaltung des "Alten Marktes"

Wie den Sitzungsunterlagen für den Stadtentwicklungsausschuss am 17.09.2003 zu entnehmen ist, schlägt die Stadtverwaltung vor, die Umgestaltung auf Basis des Wettbewerbsbeitrages zum Landeswettbewerb "Stadt macht Platz - NRW macht Plätze" weiter zu betreiben. Eine Realisierung würde bedeuten, dass zwei Linden auf dem Kirchplatz der Reformationskirche einem Konzept zum Opfer fallen sollen, das von der Jury für nicht preiswürdig erachtet wurde.

Das Protokoll des Auswahlgremiums des o.g. Wettbewerbs weist aus, dass der Beitrag der Stadt Hilden bereits im 2. Wertungs-rundgang ausgeschieden ist und auch keine "Belobigung mit Empfehlung einer Überarbeitung und weiteren Qualifizierung des Projektes" erhielt wie z. B. der Entwurf der Stadt Waltrop.

Weshalb die Stadtverwaltung weiter an einer solchen Planung festhält, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich möchte dass die Evangelische Kirchengemeinde keine Zustimmung zu einer Planung ohne Einbeziehung und Erhalt der beiden Linden zu geben. Die Linde ist seit jeher ein Symbol für Gemeinschaft, für Dauerhaftigkeit und Beständigkeit. Auch galt sie als der heilige Baum der Göttin Freija , die zuständig war für Schönheit und Liebe, für Ehe und Familie , für Glück und Zufriedenheit, für Fruchtbarkeit und Frühlingserwachen. Als Dorflinde ist sie zum Mittelpunkt des gemeinschaftlichen dörflichen Lebens geworden. Der Platz unter der Linde war Ort für Trauungen, Versammlungen und Feste aller Art. Wie könnte mitten in Hilden der "Alte Markt" als neu gestalteter Mittelpunkt entstehen, dem zuvor solch symbolträchtige Bäume geopfert würden.

Ich habe mir, angeregt durch die Diskussion im Rat der Stadt, die Situation auf dem Kirchplatz sehr genau angeschaut und auch Fotografien gemacht. Aus allen diesen Bildern und Gefühlen heraus meine ich, dass die beiden Linden in den Kirchplatz "eingewachsen" sind und nicht ohne Not fallen sollten. Der Platz gewinnt durch diese Bäume Ruhe und Kraft, die ich in ähnlicher Form nur auf dem Kirchplatz der Hallenkirche in Billerbeck gespürt habe. Die obigen Bilder unseres Platzes können dies wegen meiner laienhaften fotografischen Fähigkeiten leider nicht vermitteln. Aber sie zeigen zumindest den unkritischen Abstand von der Reformationskirche und den Blick vom Marktplatz auf die wunderschöne Kirche.
Mit unserer Bitte, die auch von Mitgliedern der evangelischen Kirche unterstützt wird , möchten wir helfen, den Kirchplatz in guter Tradition zu erhalten und nicht einer modernistischen Planung zu opfern.

Dieter Donner

 

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